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Mittlerweile sind GPS-Systeme nicht nur für Yachten-Segler, sondern auch für Wanderer und Radfahrer erschwinglich und richtig interessant geworden. An dieser Stelle soll der Einsatz von Geräten der Firma Garmin vom Typ eTrex beschrieben werden. Was ist GPS? GPS (Global Positioning System) ist ein weltumspannendes Satelliten System, bei dem annähernd 100 Satelliten in relativ geringer Höhe die Erde umkreisen und auf einer bestimmten Frequenz permanent ihre aktuelle Position relativ zur Erde funken. Die Art der Funkwellen erlaubt zudem eine Entfernungsbestimmung von einem Empfänger zum Satelliten. Aus den Signalen von mindestens 3 Satelliten, die zudem noch eine gewisse Mindestentfernung voneinander haben müssen, kann ein GPS-fähiger Empfänger die aktuelle Position, seine Meereshöhe, seine aktuelle Geschwindigkeit und Richtung bestimmen. Je nach Anzahl der verfügbaren Satelliten im zivilen Bereich bis zu einer Genauigkeit von 5m. Warum GPS? Ein absolutes Muß für Tourenfahrer, die keine Lust haben, während der Tour alle 10 min anzuhalten und auf die Karte zu linsen: Der GPS-Empfänger macht die Karte zur Orientierung und zur Verfolgung einer Route (fast) überflüssig. Auch wenn man mit Karte unterwegs ist: Der GPS-Empfänger schafft absolute Klarheit. Gut für alle, die schon mal Schiffeversenken gespielt haben und mit Karte und Kompaß im Dunkeln nicht klar kamen. Aber wer in dieser Ecke stöbert, muß wahrscheinlich nicht mehr von der Praxisfremde einer 1:25000er Karte im Tischtuchformat bei 5 Windstärken, Regen, Dämmerung und der Taschenlampe zwischen den Zähnen überzeugt werden. Wie muß ich mir die Anwendung vorstellen? Außer einen Ort in z.B. kartesischen Koordinaten zu bestimmen (was einem ohne Karte zunächst mal garnix nützt), kann so ein Gerät z.B. ganze Touren aufzeichnen, um sie später entweder zurück oder noch mal zu finden, man kann mit Hilfe von Karten Wegpunkte suchen und einspeichern, die bei einer Tour dann nacheinander angelaufen werden und so die Karte überflüssig oder wenigstens seltener notwendig machen. Daneben versorgt einen das Ding mit statistischen Informationen, etwa, wie weit es noch ist, wie hoch man ist, wie lange und wie weit man schon unterwegs ist usw. Schließlich kann man das Gerät an einen PC anschließen, um Touren aufzuspielen oder herunterzuladen oder mit geeigneter Software die aktuelle Position auf einer Karte - z.B. die digitalen Karten der Landesvermessungsämter (TOP50 Serie) anzuzeigen. Pferdefüße: Die Geräte funktionieren unter Bäumen, im Großstadtdschungel mit tiefen Häuserschluchten oder tiefem Gelände nur sehr unzuverlässig. Trotzdem sind sie auch da eine große Hilfe, selbst, wenn man nicht so viele Wegpunkte identifizieren kann. Wann sollte man sich sowas keinesfalls kaufen? Wenn man weder Karten lesen noch Koordinatensysteme anwenden kann und an den Unterricht "Karte und Kompaß" aus der Bundeswehr-Grunni nur üble Erinnerungen hat (Schlüsselerlebnis: Ankunft nach dem ersten einstündigen Nachtorientierungsmarsch im Morgengrauen oder so). Auch als Beifahrer beim Orientieren nach Stadtplänen immer unangenehm aufgefallen ist. Große Probleme bei der Handhabung von Händies, Radios, Videorekordern, Windows, der neuen Menü-gesteuerten Waschmaschine oder sogar Klingelknöpfen hat. Sorry, aber Sie sollten sich vielleicht doch besser einen Blindenhund kaufen, die Viecher können heute selbstverständlich mit GPS umgehen. Warum Garmin? Ohne jetzt groß Werbung betreiben zu wollen: Die
Geräte liegen gut in der Hand, können mit Adapter am Fahrradlenker befestigt
werden, sind verhältnismä Bedienung eines eTrex GPS zusammen mit den Top50-CD's der Landesvermessungsämter: Nordrhein-Westfalen http://www.lverma.nrw.de
Den "eTrex Venture" kann man empfehlen, weil er im Gegensatz zum billigeren Bruder "eTrex" mit einem PC-Kabel daherkommt (macht schon mal die Hälfte des Preisunterschieds aus) und sich mit Joystick erheblich besser handhaben läßt. Sinnvolles Zubehör: Montage-Kit für die Lenkstange, 4 Akkus Typ AAA 1800mAh; die halten vollaufgeladen wirklich einen ganzen Tag.
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WS, 28.08.2002 |